Taufe

Allgemeines und Theologisches

Umfangreiche Informationen finden sich auf http://katholisch.de zur Kindertaufe und zur Erwachsenentaufe.

Kindertaufe

Die hier aufgezeigten Regelungen sind für Kinder bis zur zweiten Grundschulklasse.
Besonderheiten für

Taufort

Der Taufort ist immer die Pfarrkirche des Wohnortes. Das hat folgenden Hintergrund: Durch die Taufe wird der Täufling Mitglied der Kirche, und zwar nicht nur der Kirche als Ganzes, sondern auch der konkreten Pfarrgemeinde. Deshalb soll die Taufe auch in der Kirche stattfinden, die die Pfarrkirche der Gemeinde ist, in die der Täufling aufgenommen wird.

Taufen in anderen Kirchen (z.B. der Marienkapelle in Ertingen) oder gar außerhalb von Kirchen sind nicht möglich.

Manchmal bitten Eltern, die von hier stammen, jetzt aber anderswo wohnen, um die Taufe in ihrem Heimatort. Dieser Wunsch ist aus der Perspektive der Eltern verständlich, nimmt aber wenig Rücksicht auf das Kind, das ja ganz wo anders aufwachsen wird. Wir möchten Sie bitten, ihr Kind in der Pfarrei Ihres jetzigen Wohnorts taufen zu lassen.
Sollten Sie auch nach Abwägung der Umstände auf Ihrem Wunsch bestehen, Ihr Kind nicht am Wohnort, sondern bei uns taufen zu lassen, so ist ein Gespräch sowohl mit einem Mitglied des hiesigen Pastoralteam als auch mit Ihrem Wohnortpfarrer notwendig. Der Wohnortpfarrer muss eine schriftliche Genehmigung zur Taufe außerhalb ausstellen.

Wenn umgekehrt die Taufe für Kinder aus den Pfarreien der Seelsorgeeinheit in einer anderen Pfarrei stattfinden soll, so erteilen wir die Erlaubnis, sofern der dortige Pfarrer der Taufe zugestimmt hat. Bitte überlegen Sie aber auch hier, dass es besser für Ihr Kind ist, wenn es dort getauft wird, wo es auch aufwächst.

Tauftermin

Taufe ist ein österliches Geschehen; der ursprüngliche Tauftermin war nur die Osternacht. Jeder Sonntag ist ein kleines Ostern. Deshalb sind Taufen grundsätzlich nur an Sonntagen, in der Osternacht und in der Osteroktav (Woche von Ostern bis zum folgenden Sonntag) möglich. An den Sonntagen der Fastenzeit werden Kinder nur in begründeten Ausnahmefällen getauft, da die Taufe hier eine Vorwegnahme von Ostern darstellen würde.

Uhrzeiten für Tauffeiern sind 14.30 Uhr oder 11.15 Uhr, wenn der Taufspender in derselben Kirche die Eucharistiefeier um 10.15 Uhr hat.
Gegebenenfalls kann die Tauffeier auch in die Sonntagseucharistiefeier der Gemeinde (auch die Vorabendmesse) integriert werden.

Wegen der Zahl der Täuflinge (siehe unten) und wegen der begrenzten Ressourcen der Taufspender und Mesner sollte in jeder Pfarrei möglichst nicht mehr als eine Taufe pro Monat stattfinden.

Sollte aufgrund terminlicher Zwängen Ihrerseits nur ein bestimmter Sonntag möglich sein, so ist es auch möglich, die Tauffeier in die Sonntagseucharistie der Gemeinde (auch in die Vorabendmesse) zu integrieren. Dies ist immer möglich, wenn es sich nicht um einen Sondergottesdienst handelt und wenn nicht am selben Sonntag in derselben Pfarrei eine Tauffeier stattfindet.

Ihren konkreten Tauftermin vereinbaren Sie mit dem Pfarrbüro unter der Telefonnummer 07371/6474. Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn Ihre Terminwünsche nicht immer verwirklicht werden können.

Zahl der Täuflinge

Die Taufe ist Aufnahme in die Kirche und in die konkrete Pfarrgemeinde. Deshalb ist die Tauffeier immer auch eine Feier der Gemeinde und nicht so sehr eine private Familienfeier. Um dies deutlich werden zu lassen, sollten möglichst mehrere Täuflinge in einer Tauffeier getauft werden.

Oft ist dies, vor allem in den kleineren Gemeinden, nicht möglich, da für einen Monat nur ein Täufling angemeldet wird. Dann findet auch eine Einzeltaufe statt. Es besteht jedoch kein Recht auf eine Einzeltaufe nur eines Kindes; Sie müssen immer dafür offen sein, dass noch weitere Täuflinge zur Tauffeier hinzustoßen.

Mehr als drei Täuflinge in einer Feier versuchen wir allerdings zu vermeiden. Bei einer entsprechenden Zahl von Anmeldungen werden wir einen zusätzlichen Tauftermin anbieten.

Taufspender

Der Taufspender ist in der Regel Pfr. Nwosu als Priester des SE, (während der Vakanz evt. auch Geistliche der Umgebung), in den Sommerferien auch die Priester der Ferienvertretung.

Sollten Sie einen Priester oder Diakon in Ihrer Verwandtschaft oder Ihrem Freundeskreis haben, so kann dieser auf Anfrage auch die Tauffeier übernehmen. Bitte beachten Sie dabei aber, dass sich dadurch die übrigen Bedingungen nicht ändern (u.a. Taufe am Sonntag, Taufort, kein Recht auf Einzeltaufe).

Hochzeit und Taufe

Bei einer Hochzeitsfeier können eigene Kinder des Brautpaars (bzw. mindestens eines der beiden Partner) getauft werden. Die Regelungen bezüglich des Tauftermins und des Taufortes richten sich dann nach den Regelungen für Hochzeiten.

Taufpate

Laut katholischem Kirchenrecht muss jeder Täufling einen Paten oder zwei Paten unterschiedlichen Geschlechts haben. Die Paten müssen mindestens 16 Jahre alt, Mitglied der katholischen Kirche und gefirmt sein. Sie müssen bei der Taufe anwesend sein.

Da rein rechtlich ein Pate genügt, lassen wir zu, dass der zweite Pate auch gleichen Geschlechts wie der erste oder Christ einer anderen Konfession ist. Mehr als zwei Paten sind jedoch nicht möglich.

Paten, die bei der Taufe nicht anwesend sein können, die aber die übrigen Voraussetzungen erfüllen, können zusätzlich zum ersten Paten (der anwesend sein muss) als »Ehrenpate« eingetragen werden. Nicht Getaufte und ausgetretene Katholiken können nur als »Taufzeuge« eingetragen werden.

Taufanmeldung

Neben der Terminvereinbarung für die Tauffeier müssen Sie die Taufe im Pfarrbüro anmelden. Dazu benötigen wir eine Geburtsurkunde (Original, ggf. können wir im Pfarrbüro eine Kopie anfertigen und beglaubigen), sowie Name und Adresse des/der Paten. Paten, die nicht in unserer Seelsorgeeinheit wohnen, benötigen eine Patenbescheinigung, die sie an ihrem Wohnsitzpfarramt erhalten.

Wenn Sie ein Familienstammbuch haben, so geben Sie dieses gleich mit ab. Sie können es in der Regel in der übernächsten Woche nach der Tauffeier ausgefüllt wieder im Pfarrbüro abholen.

Taufvorbereitung

Eine gute Woche vor dem Tauftermin setzt sich der Taufspender mit Ihnen in Verbindung und vereinbart einen Termin für das Taufvorbereitungsgespräch, bei dem in der Regel beide Elternteile anwesend sein müssen. In diesem Gespräch geht es nicht nur um die konkrete Vorbereitung Ihrer Tauffeier, sondern wesentlich auch um eine Taufkatechese. Das bedeutet, dass Ihnen der Inhalt der Taufe und der einzelnen Symbole in der Taufe erläutert wird. Außerdem sprechen wir ausführlich darüber, welche Verpflichtungen Sie in der Glabuensweitergabe an Ihr Kind eingehen, wenn Sie es taufen lassen.

Für die konkrete Vorbereitung der Tauffeier können Sie sich vorab schon überlegen, welcher Schrifttext verkündet werden soll und was für Lieder Sie singen möchten. Ein Liedblatt ist nur nötig, wenn Lieder gesungen werden sollen, die weder im Gotteslob noch im Liederbuch »Lasset uns gemeinsam« für Familien und Jugendgottesdienste stehen. Wenn Sie ein Liedblatt anfertigen wollen, können Sie einen Entwurf dazu auch schon mitbringen. Bitte vervielfältigen Sie das Liedblatt nicht vor dem Gespräch.

Bitte besorgen Sie eine Taufkerze.

Wenn Sie ein Taufkleid haben, kann dieses verwendet werden. Ansonsten stehen auch Taufkleider aus der Sakristei zur Verfügung.

Tauffeier

Alles Nähere zum Ablauf der Tauffeier erfahren Sie beim Vorbereitungsgespräch.

Vorab können Sie sich schon auf der Seite http://katholisch.de oder im Gesangbuch »Gotteslob« bei den Nummern 571–574 informieren.