Messintention

Was ist eine Messintention?

Schon in den Anfängen der Kirche wurde der die Messe feiernde Priester gebeten, in einem bestimmten Anliegen die Messe zu feiern. Dazu erhielt er eine Spende zu seinem Lebensunterhalt. In der mit der Zeit genaueren theologischen Reflexion und Definition sagte man dann, dass die Früchte dieses Messopfers dem Anliegen (= der Intention) zugewendet werden. Das häufigste Anliegen war und ist bis heute das Gebet für einen bestimmten Verstorbenen.

Heute ist die Messintention kirchenrechtlich genau geregelt:

Jahrtagsstiftung

Bei einer Jahrtagsstiftung wird für einen (oder manchmal mehrere) Verstorbenen 10 Jahre lang jedes Jahr eine Messe gefeiert. Dazu macht der Stifter (meist die Angehörigen des/der Verstorbenen) eine Stiftung von 200,- €. Davon werden jährlich 2,- € zur Altersversorgung der Priester abgeführt. Mit dem Ablauf der Verpflichtung wird die Stiftung aufgelöst und kommt der Kirchengemeinde zugute.

Alternativen zur Messintention

Jede Eucharistiefeier kann nur eine einzige Messintention im kirchenrechtlichen Sinne mit der sogenannten »Zuwendung der Früchte des Messopfers« haben. Andere Gottesdienstformen, insbesondere Wort-Gottes-Feiern als Ersatz für eine Eucharistiefeier, kennen ein solches Rechtsinstitut nicht.

Selbstverständlich kann aber in einer Eucharistiefeier auch noch in anderen Anliegen als denen der Messintention gebetet werden und kann in Gottesdiensten mit anderen Formen in bestimmten Anliegen gebetet werden; nur ist das dann nicht die kirchenrechtliche Messintention. Wir nennen ein solches Anliegen dann »fürbittendes Gedenken«.

Natürlich ist auch bei einem solchen einfachen »fürbittenden Gedenken« eine Spende willkommen. Hier können Sie, wenn Sie wollen auch den Spendenzweck bestimmen.

Wenn eine Messintention in einer bestimmten Eucharistiefeier nicht gefeiert werden kann, z.B. weil es schon eine andere Intention gibt, so kann diese in die Mission weitergegeben werden; dort feiert dann ein Priester die Messe in diesem Anliegen in der kirchenrechtlichen Form der Messintention, während hier bei uns in der gewünschten Eucharistiefeier fürbittend dem Anliegen gedacht wird.

Konkrete Regelungen für die SE Ertingen

Für jede Werktagsmesse kann 1 Anliegen als Intention im kirchenrechtlichen Sinn veranlasst werden. Sonntagsmessen haben, da in unserer SE jede Pfarrei nur 1 Sonntagsmesse hat, immer die Intention »für die Pfarrei und ihre Gläubigen«.

Wenn mehrere Intention auf einen Termin zusammentreffen, gelten folgende Prioritäten:

  1. 1. Jahrtag eines Verstorbenen
  2. 2. Opfer 6 Wochen nach dem Tod
  3. Jahrtagsstiftungen
  4. Einzelintentionen in der Reihenfolge ihres Eingangs beim Sekretariat.

Üblich ist für eine Messintention eine Spende von 5 €. Eine solche Spende ist aber keineswegs Voraussetzung für die Annahme der Intention.

Intention, die nicht in der gewünschten Messfeier gehalten werden können, können

Fürbittende Gedenken sind in allen Gottesdiensten möglich; in den Sonntagsgottesdiensten werden sie allerdings nur dann aufgenommen, wenn das Anliegen eine Relevanz für die gesamte Pfarrei hat.

Das Anliegen, in dem der Priester betet, soll in der Regel bei der Ankündigung des Gottesdienstes verzeichnet und vor allem im Gottesdienst erwähnt werden. Wir möchten Sie ermutigen, dies so zu handhaben.
Wollen Sie dennoch, dass die mitfeiernde Gemeinde nicht erfährt, in welchem Anliegen gebetet wird, so erhalten Sie vom Sekretariat eine Nummer ihres Anliegens. Bei der Ankündigung des Gottesdienstes steht dann »Stilles Gedenken XXX«. Wenn XXX Ihre Nummer ist, so erkennen Sie, dass es sich um Ihr Anliegen handelt. Im Gottesdienst betet der Priester still in Ihrem Anliegen, erwähnt aber dieses nicht.

Wenn Sie wollen, dass im Gottesdienst für Ihr Anliegen gebetet wird, wenden Sie sich an das Sekretariat.
Sie können auch das folgende Formular verwenden: